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14. Mai 2011

Reiter und Hundehalter gefährden die Natur

Das klingt zwar auf den ersten Blick etwas harsch und trifft nicht auf alle zu. Hält man sich aber zurzeit im Ried auf, findet man diese Aussage leider häufig bestätigt. Das Auer Ried im Norden sowie „Gsieg – Obere Mähder“ mit Teilen des Schweizer Riedes im Süden sind Natura 2000-Gebiete und damit Bestandteil eines europaweiten Schutzgebietsnetzes, das ökologisch sehr wertvolle Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume enthält.

In den Schweizer Riedern brüten noch wenige Paare des Großen Brachvogels, Kiebitze, Braunkehlchen und andere seltene Riedvögel. Diese Vögel sind Wiesenbrüter, was bedeutet, dass die Vögel ihre Nester mitten auf Wiesen anlegen (siehe Fotos). Die Nester sind deshalb hochgradig durch Störungen gefährdet. Altvögel können flüchten, indem sie davonfliegen, Eier und Jungvögel können das nicht.

Freilaufende Hunde, die ohne böse Absicht durch die Wiesen stöbern, gefährden die Vögel massiv. Auch Rehe, Hasen, Fasanen usw. werden aufgeschreckt und unnötig gestört. Reiter, die sich nicht an die Reitwege halten und Wiesen nach Gutdünken durchqueren, versetzen die Altvögel in Stress oder  zertrampeln gar die Bodennester.

Vogelkundler, Jäger und Naturwächter bemühen sich seit vielen Jahren bei Reitern und Hundehaltern um Verständnis und Rücksichtnahme für die bedrohten Tiere. Nicht überall stoßen sie auf offene Ohren. Da viele riedbewohnende Tierarten hochgradig vom Aussterben bedroht sind, gibt es für sie keinen Spielraum. Aus diesem Grund werden Reiter und Hundehalter dringend gebeten, Rücksicht auf diese Naturwerte zu nehmen und nicht abseits der Straßen und Wege zu reiten sowie Hunde an die kurze Leine zu nehmen. Sollte es weiterhin zu Missachtungen kommen, wird es unvermeidlich, Vergehen auch strafrechtlich zu verfolgen.

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