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22. Juli 2011

Schreiber bleibt in der Familie

Seit mehr als 22 Jahren war Martin Zoller Ortsverwaltungsratsschreiber bei der Ortsgemeinde Au. Ende Juni ist er von dieser Aufgabe zurückgetreten. Dass sein Sohn Daniel seine Nachfolge antritt, freut den Vater und die Ortsverwaltung.

Im Rat der Ortsgemeinde Au hat ein Wechsel stattgefunden. Der langjährige Ortsverwaltungsratsschreiber Martin Zoller ist auf Ende Juni zurückgetreten. Die Nachfolge ist schon vor längerer Zeit geregelt worden. Sein Sohn Daniel tritt sozusagen in die Fussstapfen des Vaters. Ortsverwaltungsratspräsident Arthur Messmer freut sich, dass die Nachfolge des Ratsschreibers so elegant und unbürokratisch über die Bühne gegangen ist. Er findet es gut, dass junge Leute Interesse an den Belangen der Ortsgemeinde haben. «Wer im Ortsverwaltungsrat mitarbeitet, hat eine tiefe Verbundenheit zu seiner Heimatgemeinde.» Die Ortsverwaltung versucht, sowohl Traditionelles zu bewahren als auch mit der Zeit zu gehen und der Bevölkerung in vielerlei Hinsicht zu dienen.

Von Zoller zu Zoller
Martin Zoller wurde Ende 1988 als neuer Ortsverwaltungsratsschreiber gewählt. Da der Schreiber im Rat kein Stimmrecht hat, wird er auch nicht von der Bürgerschaft, sondern lediglich vom Ortsverwaltungsrat gewählt, erläutert Martin Zoller.

Ihn als «Ur-Auer» habe die Ortsgemeinde Au schon immer interessiert. Und daher habe er sich damals mit grosser Motivation in die Aufgabe hinein gearbeitet. «Die Freude ist bis zum Schluss geblieben. Aber nach so vielen Jahren gebe ich das Amt gerne in jüngere Hände. Und dass mein 24-jähriger Sohn Daniel so grosses Interesse an der Ortsgemeinde zeigt, das freut mich besonders.» Seit April ist Daniel Zoller bei jeder Sitzung des Ortsverwaltungsrates dabei und schon bestens in den Rat integriert. Sein Vater gibt ihm die nötige Schützenhilfe. Auch nach dem offiziellen Rücktritt, der Ende Juni erfolgte, wird Martin Zoller seinem Sohn noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, so lange dies nötig ist. «Er macht es aber bereits sehr gut», lobt der Ältere den Jüngeren. «Ich bin richtig stolz darauf, dass Daniel dieses Amt übernommen hat.» Seinen Rücktritt begründet er damit, dass 22 Jahre doch eine lange Zeit seien. Zudem sei er der Amtsälteste unter den Räten. Als sein Sohn konkret geäussert habe, dass ihn diese Aufgabe auch interessieren würde, da dachte er an den Rücktritt. «So ist die Amtsübergabe optimal gelaufen.»

Daniel Zoller ist gelernter Kaufmann und arbeitet auf diesem Beruf bei der Firma SFS intec in Heerbrugg. Er sagt: «Mich hat die Ortsgemeinde schon von Kindheit an interessiert. Ich sah ja, was mein Vater für die Ortsgemeinde gearbeitet hat. Ich bin mit dem aufgewachsen.» Das habe ihn bestärkt, auch einmal in der Ortsverwaltung mitarbeiten zu können. «Es ist eine neue und spannende Herausforderung. Zudem lernt man viele Leute kennen.» Er nennt die Zusammenarbeit mit anderen Ortsgemeinden, den Kontakt mit den österreichischen Behörden im Zusammenhang mit dem Auer Riet in Lustenau. Daniel Zoller dankt den Ortsverwaltungsräten für das Vertrauen, das sie ihm mit der Wahl zum neuen Ratsschreiber ausgedrückt haben.

Zwei arbeitsreiche Jahrzehnte
Martin Zoller sagt, auf seine Amtszeit zurückblickend: «Es war eine wunderschöne Zeit. Ich möchte keine Stunde missen». Die zwei Jahrzehnte seien zwar sehr arbeitsintensiv gewesen. Es gab einige Nüsse zu knacken, denke man nur an die S18 und den Kampf um den Erhalt des Auer Riets. Die Bodenpolitik und das Bereitstellen von Alterswohnungen fordern dem Rat ebenfalls einiges ab. Martin Zoller hob die gute Zusammenarbeit und schöne Kollegialität im Rat hervor. «Dies zeichnet wohl die Stärke unserer Ortsgemeinde aus.» Seine Frau Romy ergänzt: «Auch wir Frauen pflegen gute Kontakte untereinander. Es gibt viele Anlässe, wo die Mithilfe der Frauen gefragt ist.» Die vielen gemeinsamen Anlässe und Ausflüge seien stets von Freundschaft geprägt.

Daniel Zoller Martin Zoller

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